
Akkus richtig entsorgen
Warum Lithium-Akkus gefährlich sind und warum Recycling wichtig ist.

Akkus können brennen
Lithium-Akkus speichern viel Energie auf kleinem Raum.
Ist ein Akku beschädigt, zu heiss, zu stark entladen oder überladen, kann ein Kurzschluss entstehen. Dann kann der Akku brennen.
In der Schweiz brennt es immer öfter in Abfalleimern, Kehrichtwagen und Sortieranlagen, weil Akkus im Abfall landen.
Zahlen, die nachdenklich machen
Eine landesweite Statistik zu Akkubränden gibt es in der Schweiz nicht. Diese Zahlen stammen aus belegten Teilerhebungen.
bis 30
Grossbrände pro Jahr verursachen falsch entsorgte Lithium-Akkus in der Schweiz, laut Branchenverband Recycling Schweiz.
saldo 4/202610 → 30
Brände mit Lithium-Batterien pro Jahr im Kanton Waadt: bis 2020 rund 10, heute fast 30.
SRF, 7.9.2026 (ECA Waadt)84
Mal nannten 115 Schweizer Recyclingbetriebe Lithium-Akkus als Brandursache. Das war die häufigste Ursache.
EUWID, 10.9.2024100 g
Batterien pro Person und Jahr landen in der Schweiz im Hauskehricht, statt in der Sammlung.
saldo 4/2026 (BAFU)1 von 5
Bränden durch Elektrizität geht auf Lithium-Akkus zurück (Deutschland). Die Schweiz ist laut BFB vergleichbar.
BFB
Fakten
- In einer Batteriesammlung sind etwa 3 von 100 Batterien Lithium-Ionen-Akkus.
- Fast alle aufladbaren Akkus sind heute Lithium-Ionen-Akkus.
- Alle Verkaufsstellen müssen Batterien und Akkus gratis zurücknehmen. Es gibt in der Schweiz über 11 000 Sammelstellen.
- Die Entsorgung ist schon bezahlt: Seit 2001 ist eine Gebühr im Kaufpreis enthalten.

Aus alten Akkus werden Rohstoffe
Akkus bestehen zu einem grossen Teil aus wertvollen Materialien.
Beim Recycling gewinnt man Graphit, Kobalt, Nickel, Mangan, Kupfer, Eisen, Aluminium und Lithium zurück. Daraus entstehen neue Produkte.
Ein Kilo gesammelte Batterien spart so viel Umweltbelastung, wie eine Zugfahrt von Bern nach Genf verursacht.

So machen Sie es richtig
- Akkus nie in den Abfall werfen.
- Pole von Akkus mit Klebeband abdecken oder den Akku einzeln in einen Plastiksack legen.
- Kleine Batterien, Akkus und Bleiakkus getrennt in die richtigen Behälter legen.
- Das Granulat (Vermiculit) im Fass nicht entfernen. Es schützt vor Brand.
- Aufgeblähte oder beschädigte Akkus nicht einwerfen, sondern melden.
- Akkus in Geräten (Handy, Zahnbürste) mit dem ganzen Gerät abgeben.
Welche Batterie ist das?

Kleine Batterien
Rundzellen AA, AAA, C, D, Knopfzellen, 9-Volt-Blöcke.
→ Kleines Sammelfass

Lithium-Akkus
Aufladbar, oft mit «Li» oder «Li-Ion» beschriftet. Laptop, Werkzeug, Velo, Powerbank.
→ Schwarzes Stahlfass

Bleiakkus
Schwer, eckig, oft mit Säure. USV, Notlicht, Auto, Motorrad.
→ Kiste für Bleiakkus

Beschädigte Akkus
Aufgebläht, verformt, ausgelaufen, heiss oder heruntergefallen.
→ Nicht einwerfen, melden
Kurz erklärt: die Batterietypen
Kleine Batterien (Alkali, Zink-Kohle, NiMH)
- Meist 1,5 Volt, nicht aufladbar. NiMH-Akkus sind aufladbar, 1,2 Volt.
- Enthalten Zink, Mangan und Stahl. Sie sind kein Gefahrgut.
- Trotzdem nicht in den Abfall: Die Metalle werden zurückgewonnen.
Lithium-Batterien und Lithium-Akkus
- Lithium-Ionen-Akkus haben etwa 3,6 Volt je Zelle und speichern sehr viel Energie.
- Lithium-Knopfzellen (zum Beispiel CR2032) haben 3 Volt und sind nicht aufladbar.
- Der Inhalt ist brennbar. Bei einem Kurzschluss oder Schaden kann sich der Akku stark erhitzen und brennen.
Bleiakkus
- 2 Volt je Zelle, eine Autobatterie hat 12 Volt.
- Enthalten Schwefelsäure (ätzend) und Blei (giftig).
- Sie sind Gefahrgut der Klasse 8 und gehören in eine säurefeste Kiste.
Beschädigte Akkus
- Aufgebläht heisst: Im Inneren entsteht Gas.
- Ein solcher Akku kann jederzeit brennen, auch ohne Ladegerät.
- Nicht einwerfen, sondern melden. Er wird einzeln und speziell verpackt.
Quiz: Welche Batterie gehört wohin?
Erkennen Sie den Batterietyp? Wählen Sie den richtigen Behälter.
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AA-Batterien
Akku raucht oder brennt?
- Nicht anfassen.
- Raum verlassen, Türe schliessen, andere warnen.
- Feuerwehr alarmieren.
Feuerwehr 118 oder die Notrufnummer Ihres Betriebs